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Warm-Up vor dem Hallenspiel

Gerade im Hallenhockey muss es von Anfang an schnell zur Sache gehen. Wer nicht sofort ins Spiel findet, läuft häufig einem Rückstand hinterher, der nur schwer wieder auf zu holen ist.
Bei einem schlechten Start ins Spiel leidet sofort das Selbstbewusstsein. Eine mögliche Taktik der führenden Mannschaft könnte sein, den Druck noch mehr zu erhöhen, die Unsicherheit des Gegners vermehrt aus zu nutzen und ihn schon beim Aufbauspiel extrem zu stören, um ihn zu weiteren Fehlern zu zwingen.
Häufig ändert sich allerdings auch die Taktik nach einer schnellen Führung. Man kann den Gegner kommen lassen, das Abwehrnetz eng ziehen und auf Konter lauern.
Und Konter- bzw. Überzahlangriffe sind sicherlich die beste Möglichkeit, im Hallenhockey Tore zu erzielen. Die Mannschaft, die einem Rückstand hinterherläuft, befindet sich in einer schwierigen psychischen Situation. Das Selbstbewusstsein ist erst mal angekratzt, häufig will man es danach besonders "gut" machen. Man verliert die Geduld und läuft dem Gegner ins "offene Messer".

Ich möchte mich aber nicht mit den 60 Minuten vor dem Spiel beschränken, sondern auch auf die Tage vor einem Spiel ein wenig eingehen. Grundsätzlich spielt im Hallenhockey natürlich die Mannschaftstaktik eine entscheidende Rolle.
Zum einen müssen nur fünf Feldspieler plus Torwart aufeinander abgestimmt werden, was das Mannschaftstaktische doch um einiges gegenüber dem Feldhockey erleichtert. Zum anderen werden durch die verbesserte Physis, das tiefe Brett-Legen im Abwehrverhalten die Räume auf der Hallenspielfläche von 800 qm ( 20m x 40 m ) immer enger. Teilweise igeln sich Mannschaften sogar in der eigenen Spielhälfte ein und lassen den Gegner kommen.
Dadurch verringert sich der "Spielraum" nochmals um die Hälfte. So bleibt dann gerade mal noch 400 qm Spielraum übrig, in dem elf Spieler um den Ball kämpfen (der Torwart der ballbesitzenden Mannschaft wartet auf den schnellen Konter).
Hier gilt es für die angreifende Mannschaft, schnell und genau zu passen, um die kleinen Zwischenräume des Gegners zu nutzen. Meist muss direkt gespielt werden, das Positionsspiel der jeweiligen Spieler optimal abgestimmt sein, um überhaupt zum Erfolg zu kommen.
Auch gegen ein Pressing-spielenden Gegner muss das Stellungs- und Passspiel automatisiert sein. Es gibt verschiedene Arten der Taktik im Hallenhockey, auf die man jeweils eine Antwort parat haben sollte.
Trainiert wird das ganze in der Vorbereitungsperiode. Im Normalfall ist sie im Hallenhockey immer zu kurz. Dies soll aber nicht Thema dieser Abhandlung sein, ich möchte mich konkret auf die Wettkampfperiode beschränken und hier zum einen die Vorbereitung in den Tagen vor einem Spiel beschreiben, zum anderen das gezielte Aufwärmen direkt vor dem Spiel darstellen.

Ein optimaler Verlauf einer Woche vor dem nächsten Punkte-Spiel, wenn man die taktische Komponente in den Vordergrund stellt, könnte folgendermaßen aussehen. Ich gehe von Trainingseinheiten Dienstag und Donnerstag aus:

Vor der TE am Dienstag:
Video-Analyse des letzten Spiels der eigenen Mannschaft,
Video-Analyse des kommenden Gegners,
detaillierte Planung der Trainingseinheiten Dienstag, sowie grobe Planung Donnerstag.

In der TE am Dienstag: Trainingseinheit geplant unter Berücksichtigung der Schwächen/Stärken des eigenen Spiels, sowie Eingehen auf die erwartete Mannschaftstaktik des Gegners.

Nach der TE am Dienstag: Demonstration der Schwächen/Stärken des eigenen Spiels anhand von vorbereiteten Videoschnitten.

Vor der TE am Donnerstag: TE planen unter Berücksichtigung der erwarteten Taktik sowie Schwächen des Gegners, einstimmen der Mannschaft durch Video-Sequenzen auf den kommenden Gegner.

In der TE am Donnerstag: Erarbeiten von Lösungsmöglichkeiten gegen den nächsten Gegner anhand von Trainingsformen im Training, eigene Stärken fördern.

Besprechung vor dem Spiel am Wochenende (ca. 90 min. vor Spielbeginn), Dauer 20-25 min.

Einstimmung der eigenen Mannschaft auf den Gegner (evtl. anhand kurzer Videosequenzen). Erinnerungen an die Trainingsübungen.

Aufwärmen vor dem Spiel am Wochenende (ca. 50 min. vor dem Spiel) - Aufwärmen (Torhüter beginnen früher) möglichst außerhalb der Halle (frische Luft - klarer Kopf) Einspielen (ohne Torwart - mit Torwart).

Konzentration - heiß machen auf das Spiel.

Im weitern Verlauf möchte ich nun näher auf die letzte Phase vor dem Spiel, dem eigentlichen Aufwärmen, eingehen.
Das ganze ist natürlich räumlich immer sehr stark begrenzt, und das halbe Spielfeld sollte optimal genutzt werden. Die Intensität und Konzentration soll aufgebaut werden, so dass es mit dem Anpfiff auch richtig "losgehen" kann.
Generell sollte man ca. 50 Minuten einrechnen (der Torwart etwas länger). Ich bevorzuge das Aufwärmen außerhalb der Halle an der frischen Luft, wenn es das Wetter halbwegs zulässt. Die besprochene Taktik kann sich jeder noch mal durch den Kopf gehen lassen.

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